Aktuelles vom Biolandbau

 

Innovationen im Biolandbau

Bei der Familie Kohler in Künten findet am 31. Oktober von 13.30 - 16.00 Uhr eine erweiterte Betriebsbesichtigung zu folgenden Themen statt:

- Stallsysteme bei Legehennen und Mutterkühen

- Homöopathie im Pflanzenbau

Umstellung auf Biolandbau

Die Anmeldefrist für die Bio-Umstellung auf das Jahr 2018 läuft bis Ende August. Dabei muss eine Anmeldung bei einer Bio Kontrollstelle und bei Bio Suisse eingereicht werden. Zusätzlich erfolgt eine Anmeldung beim Kanton über die Datenerhebung im Agriportal vom 15. August bis am 05. September 2017.

Anmeldeformulare:

-  Bio inspecta

-  Bio Test Agro

-  Bio Suisse

 

Eine Umstellung auf Biolandbau ist langfristig zu planen. Deshalb gilt, die Vermarktung der Produkte für die Umstellungszeit frühzeitig zu regeln und nach Möglichkeit schriftlich abzusichern. Ab dem 01. Mai 2018 dürfen die Produkte nach erfolgreicher Biokontrolle als Umstellprodukte vermarktet werden, falls ein Absatzkanal besteht.  In diesem Zusammenhang soll die Bestellung von Wintergetreidesaatgut gut überlegt sein. Wird die Bewirtschaftung von Winterfuttergetreide ab Ansaat im Herbst 2017 biologisch geführt, kann bereits im ersten Umstellungsjahr 2018 die Ernte als Umstellungsprodukt vermarktet werden. Der Absatz ist aber mit den Abnehmer abzuklären. Die Vermarktung sämtlicher Produkte vom Hof unter der Vollknospe ist für diese Betriebe ab dem 01.01.2020 möglich.

Eine Umstellung auf Biolandbau ist mit der Anmeldung jedoch noch nicht abgeschlossen und braucht Zeit, eigene Erfahrungen zu sammeln. Zum Teil müssen  routinierte Betriebsabläufe verändert werden, da im Biolandbau weniger kurzfristige Korrekturen möglich sind. Die Vorbeugung mit einer  standortgerechten Tier- und Pflanzenproduktion ist zentral. Dazu braucht es auch regelmässige Weiterbildung und Austausch mit erfahrenen Berufskollegen. Neben der Mitarbeit bei der Pflichtausbildung für Bio Suisse Betriebe bietet die Liebegg auch ERFA's und Weiterbildungsveranstaltungen für Umstellbetriebe an.  

Humusbilanz

Mit Kompost Humusbilanz optimieren

Bio-Champignons sind auf dem Markt eine gefragte Delikatesse. Aktuell werden Bio-Champignons in grossen Mengen importiert. Derzeitig läuft ein Projekt zur Produktion von Bio-Champignons in der Schweiz. Zur Herstellung von Substrat für die Champignonsproduktion braucht es Mist und Weizenstroh in Bioqualität.

 

Biogasanlage

Neue Regelung zum Einsatz von Hof- und Recyclingdünger auf Biobetrieben

Auch im Biolandbau ist eine möglichst ausgewogene Nährstoffversorgung anzustreben. Neben Hofdünger wie Mist, Gülle oder Gärgülle sind auch Recyclingdünger wie Gärgut oder Kompost beliebte organische Nährstoffquellen.  Grundsätzlich dürfen Biobetriebe Nährstoffe zuführen. Zufuhren sind über HODUFLU zu erfassen. Bis zu einem Anteil von 50% des Nährstoffbedarfes darf auch von Nicht-Biobetrieben zugeführt werden.
Neu ab 2017 gilt für Knospe-Betriebe eine Limitierung der Zufuhr von Nährstoffen aus Biogasanlagen auf max. 50%, unabhängig ob es sich um Hofdünger (Gärgülle) oder Recyclingdünger (Gärgut) handelt. Biobetrieb welche Nährstoffe abgeben, müssen diese wieder auf Biobetriebe liefern. Geschieht dies über eine Biogasanlage, ist neben der Erfassung auf HODUFLU auch ein Abnahmevertrag zwischen dem abgebenden und abnehmenden Biobetrieb abzuschliessen. Dieser Vertrag gilt als Nachweis, dass Nährstoffe aus Biogasanlagen wieder auf einem Biobetrieb eingesetzt werden. Die entsprechende Nährstoffmenge aus dem Biobetrieb darf dem Anteil Biodünger angerechnet werden. Weiter gilt zu beachten, dass flüssiges Gärgut nur von  Anlagen eingesetzt werden darf, welche auf der aktuellen Betriebsmittelliste aufgeführt sind. Zudem gelten auch für Recyclingdünger Distanzlimiten (Flüssiges Gärgut: 20km, Festes Gärgut: 40km).