Ackerbau/Futterbau

Aktuelles vom Ackerbau/Futterbau

Rückblick Liebegger Ackerbautag und Kartoffeltag auf dem Betrieb Raphael Müller, Huserhof in Wohlen

Trotz garstigen und regnerischen Bedingungen strömten am Freitag Vormittag, 01. September, zahlreiche Landwirte aus nah und fern an den diesjährigen Liebegger Ackerbautag. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Kartoffel:
Für die Kartoffelproduzenten wurde der Liebegger Kartoffeltag durchgeführt. Der Anlass zog viele Kartoffelproduzenten aus der halben Schweiz auf den Betrieb von Raphael Müller in Wohlen AG. Insgesamt wurden während dem ganzen Tag über 450 Besucher gezählt – ein voller Erfolg trotz miesem Wetter.

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Bild Raps sähen

Hilfreiche Tipps für die Rapssaat

Der optimale Saatzeitpunkt für Raps liegt normalerweise zwischen dem 25. August und 10. September. Entscheidender als das Datum sind die Bedingungen. Aktuell ist es zu trocken. Für die Rapssaat sollte deshalb der nächste Regen abgewartet werden. Bei der Saatbettbereitung muss auf eine gute Rückverfestigung geachtet werden, damit das Wasser durch den Kapillareffekt besser aufsteigen kann. Dies ist besonders bei den aktuellen trockenen Bedingungen wichtig. Feldversuche der Liebegg zeigten, dass die optimale Saatdichte bei 30-35 Körner/m ² liegt. Weitere Informationen über Rapsanbau finden Sie im neu überarbeiteten Steckbrief der Liebegg und im Versuchsbericht über Saatidichten im Raps.

Bild Übersaat

Wenn Wiesenpflege, dann jetzt!

Wiesensanierungen sind immer mit kurzfristigen Futtereinbussen verbunden, da die Düngung reduziert und der Bestand kurz gehalten werden muss. Während diesem Sommer hatten jedoch weite Teile des Kantons Aargau recht ausgeglichene Niederschläge und daher wüchsige Bedingungen. Das gibt jetzt auch Betrieben, welche normalerweise eher knapp Futter haben, die Möglichkeit Massnahmen durchzuführen ohne anschliessend Futter zuführen zu müssen (Kosten, Suisse Bilanz). Dies weil momentan vielerorts noch viel Futter steht und zudem viel Futter konserviert werden konnte. Weiter musste im Sommer weniger konserviertes Futter als geplant verfüttert werden.

Bild Weizenernte Kleinparzellen

Versuchsresultate: Weizensorten

Die Resultate des Weizen-Sortenversuchs sind da. Die Erträge im Weizen waren über alle Versuchsstandorte der Schweiz sehr gut, besonders die Erträge im Extenso-Anbau. Am Standort in Rohr führte die Trockenheit jedoch zu einer verfrühten Abreife, wodurch das Ertragspotential nicht voll ausgeschöpft werden konnte. Bei den Top Sorten überzeugten CH Claro, Arnold und CH Nara. Bei den Sorten der Klasse I fiel Arina etwas ab. Die neue Sorte Spontan konnte gut mit den anderen Sorten der Klasse II mithalten.

Bild Gerstenernte Kleinparzelle

Versuchsresultate: Gerstensorten

Neben den Resultaten der Streifenversuche der Liebegg sind nun auch die Resultate vom Kleinparzellenversuch verfügbar. In diesem Versuch werden die wichtigen aktuellen und neuen Sorten in den zwei Anbauverfahren ÖLN und Extenso miteinander verglichen. Der Kleinparzellenversuch stand in Gränichen (AG) und an sechs weiteren Standorten in der Schweiz. Die höchsten Erträge erreichte KWS Tonic. Aber auch die beiden neuen Sorten Azrah und Maltesse konnten mit den bewährten Sorten mithalten.

Raps Untersaat 2017

Versuchsresultate: Raps mit Untersaat wirtschaftlich interessant

Von 2015 - 2017 prüfte die Liebegg mit sechs weiteren Standorten des Forums Ackerbau die Auswirkungen einer Untersaat im Raps. In Streifenversuchen wurde Raps mit und ohne die Untersaatmischung UFA Colza Fix ausgesät, kombiniert mit und ohne Pflugeinsatz. Eine Untersaat ist besonders im pfluglosen Anbauverfahren wirtschaftlich interessant, weil durch den Herbizidverzicht zusätzliche Beiträge ausbezahlt werden. Der Erfolg einer Untersaat hängt aber sehr stark vom Unkrautdruck ab und sie ist darum nicht auf allen Parzellen zu empfehlen. Die Versuchsparzelle der Agroline Feldtage in Kölliken konnte wegen Hagelschaden nicht ausgewertet werden.

Zwischenkulturen einbauen

Die Gerstenfelder sowie erste Weizen- und Rapsfelder sind gedroschen. Auf Getreidestoppelfeldern empfiehlt sich eine flache Bodenbearbeitung, um das Ausfallgetreide zum Keimen anzuregen. Nach Raps darf der Boden nicht, oder nur ganz flach bearbeitet werden. Der Ausfallraps muss erst keimen. Werden Rapskörner vor dem Auskeimen zu tief in den Boden eingearbeitet, verfallen sie in die Keimruhe und können mehrere Jahre Durchwuchsprobleme in der Fruchtfolge verursachen.

Auf den Parzellen, die vor dem 31. August geerntet werden und auf denen keine Winterkultur geplant ist, muss laut ÖLN-Richtlinien eine Zwischenkultur angesät werden.

 

 


Biodiversität/Landschaftsqualität

Aktuelles Biodiversität und Landschaftsqualität

Mit Schnittgut artenreiche Wiesen anlegen

Schnittgut von artenreichen Naturwiesen eignet sich besonders gut, um neue extensive Wiesen mit Qualitätsstufe II anzulegen. Das Programm Labiola unterstützt die Schnittgut¬übertragung als Alternative zur klassischen Ansaat. Der Kurs in Wölflinswil vermittelt das notwendige Praxiswissen zur erfolgreichen Durchführung einer Schnittgutübertragung.

>> Infos zum Kurs

Problempflanzen – vorbeugen und bekämpfen

Im Landwirtschaftsgebiet müssen problematische Unkräuter und invasive Neophyten konsequent bekämpft werden. Am Kurs werden erprobte Massnahmen zur Reduktion von Problempflanzen auf Acker- und Grünland sowie auf Biodiversitätsförderflächen vorgestellt. Besprochen werden Erdmandelgras, Kratzdistel, Herbstzeitlose, Brombeere, Japan-Knöterich und weitere.

>> Infos zum Kurs


Ressourcenschutz

Aktuelles vom Ressourcenschutz

Die Zuständigkeit betreffend Ressourcenschutz obliegt seit 01. Januar 2017 direkt Landwirtschaft Aargau (LWAG).

Christoph Ziltener ist nach wie vor die Ansprechperson für Fragen und Anliegen im Bereich Ressourcenschutz.

Er ist erreichbar unter folgender Telefonnummer: 062 835 27 95

Die Emailadresse bleibt dieselbe: christoph.ziltener@ag.ch

 


 

Formulare 2016 für Direkt- und Streifenfrässaaten sowie Strip Till einreichen

Im Aargau werden die kantonalen Beiträge für die Direkt- und Streifenfrässaaten des Jahres 2016 sowie das Strip Till-Verfahren nur noch in den 62a-Nitratprojektgebieten Baldingen, Klingnau und Wohlenschwil sowie im Spezialgebiet Hallwilersee-Sanierung ausbezahlt.

Vorsicht bei pfluglosen Getreidesaaten nach Mais

Wegen des Risikos bezüglich Fusarienbefalls soll bei pfluglosen Saaten nach Mais eine wenig anfällige Getreideart wie Gerste oder Korn und falls Winterweizen folgt, die Sorte Arina gesät werden.

Boden schonende Anbauverfahren

In landwirtschaftlichen Lehrmitteln und Merkblättern ist zu lesen, dass fruchtbarer Boden eine der wichtigsten Grundlagen für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln ist. Zudem wird Boden als der zentrale Produktionsfaktor in der Landwirtschaft beschrieben. Die Art und der Zeitpunkt der Bodenbearbeitung sowie der Hilfsstoffeinsatz beeinflussen die Bodenfruchtbarkeit. Die Landwirtschaft ist grundsätzlich bemüht, Verdichtung, Erosion und Schadstoffanreicherung zu vermeiden.