Aktuelles aus der Tierhaltung

Flurgang Futterbau für Pferdehalter

Dienstag, 16. Mai 2017, 19.30 Uhr
Treffpunkt: Ch. und St. Holzherr, Rugen 374, 5078 Effingen

Rückblick und Eindrücke des Kurses "Schaffe met Ross"

Der Kurs „Schaffe met Ross“ wurde bereits zum vierten Mal durch das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg und der IG Arbeitspferde organisiert und durchgeführt. Die Teilnehmenden erlernten den praktischen Umgang mit dem Pferd während vier Tagen und konnten land- und forstwirtschaftliche Arbeiten ausüben. Ob mähen oder pflügen, die verrichteten Arbeiten stellten sowohl Pferd wie auch Mensch vor grosse Herausforderungen. Am ersten Kurstag stand der Transport von Brennholz im Vordergrund. Das Holzrücken am zweiten Tag verlangte den Teilnehmenden viel Konzentration und Geschicklichkeit ab. Das Ziel war es, die abgeholzten Baumstämme an eine Rückegasse zu ziehen, wo diese dann maschinell weiter verarbeitet werden. In unwegsamem Gelände macht der Pferdeeinsatz durchaus Sinn, verursacht das Pferd kaum Bodenschäden und die stehenden Bäume werden geschont.  Tag drei und vier standen ganz im Zeichen des Futter- und Ackerbaus. Die Teilnehmenden lernten mittels Pferdekraft Gras zu mähen, wenden und schwaden respektive den Boden zu lockern und für die anschliessende Saat vorzubereiten.

Schafe

Rechte und Pflichten bei Tiertransporten

An diesem Anlass sollen die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen zu diesem Thema anhand von Fallbeispielen vermittelt und auf allfällige Herausforderungen aufmerksam gemacht werden.

Flurgang Kleinwiederkäuer

Futterbauflurgang Kleinwiederkäuer

Der Futterbauflurgang Kleinwiederkäuer findet auf einem Betrieb mit Ziegenhaltung statt. Die Themen Weidepflege, Fütterung und Körperkondition bei Kleinwiederkäuern, sowie ein Schwerpunkt: wie bringe ich meine Produkte an den Kunden? werden behandelt. Besuchen Sie den Flurgang am Dienstag, 25. April 2017 abends in Gränichen.

Jurgolin

 

Warum hat eine hohe Lebenstageleistung für eine wirtschaftliche Milchproduktion eine grosse Bedeutung?

Am 24. Aargauer Tierzuchtabend wurden einmal mehr viele Milchkühe mit Lebensleistungen über 75'000 kg beziehungsweise über 110'000 kg geehrt. Eine noch wichtigere Zahl ist die Lebenstageleistung, weil sie noch mehr zur Wirtschaftlichkeit einer Milchkuh aussagt. Mit der Lebenstageleistung wird die durchschnittliche Milchleistung pro Tag ausgewiesen und zwar ab Geburt des Tieres. Auf Grund von Vollkostenberechnungen mit einem Arbeitsverdienst von Fr. 27.- pro Stunde erreichen die Kühe die Gewinnzone mit 14 - 16 kg Lebenstageleistung. In die Gewinnzone kommen Milchkühe, wenn sie ihre Fixkosten bestehend aus den Aufzuchtkosten durch Gewinne aus der Milchproduktion und ihren Kälbern ausgeglichen haben. Diese Zone erreichen die Kühe im Talgebiet in der dritten bis fünften Laktation je nach Höhe der Aufzuchtkosten beziehungsweise der Milchleistung. Kühe mit Lebensleistungen über 75'000 kg haben sicher die Gewinnzone erreicht. Am diesjährigen Tierzuchtabend erreichten 115 Kühe sogar eine Lebenstageleistung von über 20 kg, das entspricht einem Anteil von 55 % aller ausgezeichneten Tiere. Die durchschnittliche Lebenstageleistung aller Milchkühe betrug 20.6 kg. Der höchste erreichte Wert lag bei 29.2 kg Milch pro Lebenstag. Damit Lebenstageleistungen über 15 kg möglich sind, braucht es verschiedene Voraussetzungen.Die Kühe müssen eine überdurchschnittliche Nutzungsdauer aufweisen. Dadurch können sie ihr Leistungspotenzial überhaupt ausschöpfen, da die höchsten Laktationsleistungen in der Regel zwischen der vierten und sechsten Laktation erreicht werden. Ein tiefes Erstkalbealter führt zu tieferen Aufzuchtkosten und somit können die Fixkosten früher abgeschrieben werden. Damit Milchkühe älter werden und ihr Leistungsoptimum erbringen können, müssen sie eine gute Fruchtbarkeit haben und möglichst ohne Krankheiten durch ihr Leben kommen. Dazu sind neben der Genetik vor allem die Fütterung und eine gute Tierbeobachtung durch den Tierhalter sehr wichtig. Deshalb stimmt die Aussage, dass Kühe mit einer hohen Lebensleistung oft Familienanschluss geniessen.

Hellender Juror Jurgolin (Bild) hat insgesamt 150'893 kg Milch produziert und eine Lebenstageleistung von 24.7 kg erreicht.