Erdmandelgras

Erdmandelgras

Das Erdmandelgras gehört zur Familie der Sauergräser (Cyperaceae) wie z.B. die Seggen und nicht zu den Süssgäsern wie bspw. Getreide oder Raygras. Vermutlich wurde Erdmandelgras in die Schweiz mit dem Transport und Handel von Blumenzwiebeln eingeschleppt. In der Schweiz hat sich das Erdmandelgras in den letzten Jahren stark ausgebreitet. Es ist ein extrem lästiges Ungras, welches sich v.a. in landwirtschafltichen Flächen ausgebreitet hat.

Das Erdmandelgras ist ein sehr anpassungsfähiges und hartnäckiges Ungras und muss bei Aufkommen frühzeitig erkannt und bekämpft werden. Die Bekämpfung gestaltet sich schwierig. Weltweit sind keine Herbizide bekannt, welche eine Wirkung gegen die Mandeln im Boden erzielen.

Betroffene Gemeinden im Kanton AG: Birmenstorf, Brittnau, Eggenwil, Endingen, Gippingen, Hettenschwil, Leibstadt, Lupfig, Merenschwand, Oberentfelden, Oberkulm, Reitnau, Sins, Strengelbach, Unterkulm (Stand September 2016)

Vermehrung:

  • Vermehrung, Überdauerung und Verbreitung hauptsächlich über Mandeln im Boden
  • mehrere Hundert Mandeln aus einer Pflanze
  • Mandeln sind mehrere Jahre keimfähig (mind. 5 – 6 Jahre!!)
  • Samen nur zu einem kleinen Prozentsatz keimfähig

Bekämpfung:

  • sehr anpassungsfähig und hartnäckig
  • keine Herbizide wirksam auf Mandeln
  • nur mit rigorosen Massnahmen kann Ausbreitung verhindert werden
  • Bekämpfung erfolgt mechanisch und chemisch
    (siehe Merkblätter)

Fruchtfolge

  • Vor allem in Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse grosse Gefahr der Verschleppung von Mandeln durch Erntemaschinen.
  • Zur Unterdrückung von etablierten Beständen des Erdmandelgrases ist der Wechsel auf getreidebetonte Fruchtfolgen oder mehrjährige Kunstwiesen empfehlenswert.