Auch in der Schweiz ist Mikroplastik ein zunehmendes Problem. Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel bezeichnet, die kleiner als 5 Millimeter sind. Sie können als primäres Mikroplastik in Reinigungsmitteln, Kosmetik oder Pflegeprodukten enthalten sein oder als sekundäres Mikroplastik durch den Zerfall von grösseren Plastikteilen entstehen. Letztendlich finden sich die winzigen Partikel in Gewässern, Böden und der Nahrungskette wieder.
Mikroplastik ist äusserst langlebig und kann sich über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte in der Umwelt anreichern. Dies beeinträchtigt die Biodiversität, stört Ökosysteme und erschwert die natürliche Reinigung von Wasser und Boden. Die umfassenden ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen sind noch nicht vollständig erforscht, stellen aber aus heutiger Sicht ein ernstzunehmendes Umweltproblem dar. Die Hauptursache von Mikroplastik ist der Strassenverkehr. Der Abrief der Reifen landet ungefiltert in Böden und Gewässern.