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Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg
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Fieber im Stall – was nun?

Krankheiten wie Influenza, Herpes oder Druse können sich schnell ausbreiten und erhebliche gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen.

Plattform Equinella schafft einen Überblick

Ansteckende Krankheiten wie bspw. Druse, die nicht meldepflichtig sind, können schlecht überwacht werden. Für solche Fälle existiert die Plattform www.equinella.ch. Dort können Tierärzte und Tierärztinnen Fälle mit verdächtigen Symptomen sowie bestätigte Krankheitsfälle melden. Die gemeldeten Fälle können öffentlich eingesehen werden.

Bei einem Pferd mit Fieber muss in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt oder der Tierärztin zuerst die Ursache geklärt werden. Fieber ist ein typisches Symptom diverser ansteckender Krankheiten. Daneben kann aber auch eine Entzündung, bspw. aufgrund einer Verletzung, die Ursache sein. Kann dies auf den ersten Blick ausgeschlossen werden, sollten die nötigen Vorkehrungen getroffen werden, um im Falle einer ansteckenden Krankheit die Ansteckung anderer Pferde zu vermeiden.

Vorbeugung ist wichtig, wird aber oft vernachlässigt

Das Risiko einer Einschleppung von Krankheitserregern ist erhöht, wenn neue Pferde auf dem Betrieb eingestallt werden oder Pferde von Sportveranstaltungen, Schauen oder Märkten zurückkehren. Wenn Stallpersonal, Besitzer/innen oder andere Personen vom Betrieb auch auf anderen Pferdebetrieben verkehren, birgt dies ebenfalls ein erhöhtes Risiko.

Zur Vorbeugung gehören Massnahmen und Strategien, um die Einschleppung und Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. In Schweine- oder Geflügelställen sind die Bemühungen sehr gross. In Pferdeställen wird hingegen wenig bis gar nicht vorgebeugt.

Werden neue Pferde auf dem Betrieb eingestallt, sollten diese während 14 Tagen keinen direkten Kontakt zu den anderen Pferden haben. Eine vollständige Isolation ist ohne Symptome nicht zulässig – Sicht-, Riech- und Hörkontakt müssen also gewährleistet werden. Beim neuen Pferd sollte täglich Fieber gemessen werden, da dies häufig das erste Symptom ist. Nach Kontakt mit dem neuen Pferd sollten die Hände gewaschen und desinfiziert sowie die Schuhe gewechselt werden. Decken, Putzzeug oder auch das Mistwerkzeug sollte nicht für andere Pferde verwendet werden.

Am Nordwestschweizer Pferdetag erläutert Dr. med. vet. Rahel Neuhaus, was bei Fieber im Stall unternommen werden muss, und erklärt geeignete Biosicherheitsmassnahmen für den Pferdestall.

NWCH Pferdetag an der Liebegg

Freitag, 06. November 2026, 9.00 bis 16.15 Uhr, Fr. 110.- inkl. Verpflegung.

Vitenhof

Referate am LZ Liebegg in Gränichen: Sicherheit auf dem Pferdebetrieb, psychische Gesundheit, wirksam Kommunizieren

Postenlauf auf dem Vitenhof in Zofingen: Betriebsbesichtigung, (Neu) bauen für Pferde, Fieber im Stall

-> Flyer

Anmeldung bis spätestens 25. Oktober 2026: www.liebegg.ch/weiterbildung

Autorin

Achermann Luisa

Tierhaltung

Luisa Achermann
062 855 86 09 luisa.achermann@ag.ch
Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg
Liebegg 1
5722 Gränichen, CH
062 855 86 55
info@liebegg.ch