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Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg
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Künstliche Intelligenz im Milchviehstall

Kaum zwei Buchstaben sind im vergangenen Jahr so häufig genannt worden wie KI (künstliche Intelligenz). Doch wo treffen wir KI im Kuhstall bereits an? Welchen Nutzen und welche möglichen Gefahren bringt sie für Landwirtin, Landwirt und die Kuh?

Digitale Hilfsmittel oder Automatisierung sind in vielen Ställen bereits etabliert. Sei dies von der elektronischen Tierliste via Zuchtverband, über Sensoren am Hals oder das automatische Melken mit dem Roboter. Das Sammeln von Gesundheits-, Fruchtbarkeits- und Leistungsdaten ist heute technisch beinahe problemlos möglich. Bei der Datenauswertung und der Ableitung von möglichen Handlungen kommt nun vermehrt KI ins Spiel. Sobald ein System genügend Daten zu einem Tier und/oder einer Herde gesammelt hat, ist es in der Lage, Abweichungen vom "Normalbetrieb" zu erkennen und mögliche Handlungsanweisungen zu geben. So erkennt ein Sensor zum Beispiel die brünstige Kuh in der Herde und lernt mit der Zeit, wie lange die Brunst der Kuh dauert. Dadurch kann er das optimale Besamungszeitfenster pro Kuh vorgeben.

Auch bei der Auswahl des passenden Stiers kann KI inzwischen helfen. So lässt sich zum Beispiel mit Hilfe von ChatGPT eine Auswahl möglicher Anpaarungen machen, welche zum betriebseigenen Zuchtziel passen. Dazu muss das Leistungsblatt des zu besamenden Tiers, das Zuchtziel und eine Quelle von möglichen Stieren an die KI (wie zum Beispiel ChatGPT) geliefert werden.

Doch KI hat weder das Gespür noch das Auge für das Tier. Somit steht fest: KI kann Landwirtinnen und Landwirte im Management rund um die Milchviehherde unterstützen, ist aber kein Ersatz.

Schmutz Anja

Tierhaltung

Anja Schmutz
062 855 86 80 anja.schmutz@ag.ch
Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg
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5722 Gränichen, CH
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