Ackerbau

201804 Homöopathie Silicea Spritzen (5)

Weizen Fungizidversuch Abschlussbericht

Wie viele Fungizide lohnen sich im Weizenanbau? Ein, zwei oder drei Fungizidbehandlungen? Oder fahre ich doch besser im Extenso? Antworten dazu liefert der nun abgeschlossene Fungizidversuch des Forum Ackerbau. Fazit ist: "So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich". Das beobachten des Befallsdruckes im Bestand ist entscheidend. So kann man als Weizenproduzent Geld einsparen, wenn man keine Fungizide einsetzt die gar nicht nötig waren oder Geldverluste vermeiden, indem man grosse Ertragsverlust vermindert wenn man im richtigen Moment das passende Fungizid einsetzt.

Mais Bohnen Versuch

Mais-Bohnen Versuch Abschlussbericht

In den Jahren 2017 - 2019 legte das Forum Ackerbau an verschiedenen Standorten Streifenversuche mit Mais-Bohnen-Gemenge an. Die Bohnen nutzen die Maispflanzen als Stütze und steigern den Proteingehalt in der Maissilage. Dank Sorten mit tiefem Phasingehalt kann die Mais-Bohnen-Silage bedenkenlos an Rindvieh verfüttert werden. Die Versuche zeigten, dass das System durchaus praxistauglich ist, dass aber mit einem gewissen Ertragsrückgang gerechnet werden muss. 


Futterbau

Güllesilo

Platz schaffen für die Wintergülle

Damit man im Winter wegen übervoller Güllelöcher nicht in Schwitzen kommt, müssen diese im Spätherbst möglichst leer sein. Für den Güllenaustrag im Spätherbst eignen sich am besten Natur- und Kunstwiesen, im reduzierten Umfang auch herbstbestockendes Getreide wie Wintergerste und Triticale. Auf tiefgründigen Böden ist bei einer Güllegabe von 20-30m3 Gülle pro Hektar die Auswaschungsgefahr von Nitrat gering. Auf steinigen und leichten Böden hingegen sind die Güllegaben aufs Minimum zu reduzieren, damit die ausgebrachten Nährstoffe nicht verloren gehen und im nächsten Jahr für die Ertragsbildung zur Verfügung stehen.

Rinderweide mit Schloss

Herbstweide – praktische Lösung für Rindviehbetriebe

Wenn Herbstgras auch schwierig zu nutzen ist, wächst immerhin wieder Futter, im Unterschied zu den trockenen Sommermonaten. Mit der Herbstweide lässt sich das Futter einfach nutzen und gibt kaum Probleme mit Futterverschmutzung. Werden die Koppeln zu gross bemessen, gibt es Weideresten, in denen sich die Wühlmäuse einnisten. In Kürze, fehlt nur noch eine lange Schneedecke, zerstören sie die schönsten Wiesen, welche im Frühling wieder mühsam saniert oder vorzeitig umgebrochen werden müssen. Ziel ist, die Wiesen fausthoch einzuwintern, nicht nur wegen der Mäuse, sondern auch wegen Auswinterungsschäden.

Schafweide

Schafherden helfen, überschüssiges Herbstfutter sinnvoll zu verwerten.

Ist für das Herbstgras keine eigene Nutzung möglich, lässt sich dieses mit fremden Schafen überweiden. Damit die Wiesen nicht plötzlich übernutzt werden, sind die Weide- und Übernachtungsplätze zügig zu wechseln. 

Nach den beiden trockenen Jahren 2018 und 2019 enthalten Naturwiesen infolge Versamung der Horstgräser oder gezielter Herbst-Übersaaten viele Jungpflanzen, welche dank der schonenden Überweidung ans Licht gelangen und bestocken können.

Motormäher

Eingrasen im Herbst – Luzerne nicht tief schneiden

Nach den vergangenen zwei trockenen Sommern gewinnt die Luzerne wieder an Bedeutung. Ein hoher und nicht zu später Schnitt hilft den dreijährigen Luzerne-Gras-Mischungen den Winter gut zu überstehen. Beim Motormäherbalken werden dazu die seitlichen Gleitschuhe höher eingestellt und nötigenfalls Metall- oder Kunststoffklötze unterlegt.

Siloballen

Siloballen aus Herbstgras einschichtig lagern und rasch verfüttern

Bei kühlem, nebligem Wetter verbleibt für die Herbstgrasnutzung entfernter Parzellen oft nur noch die Herstellung von Grassilage. Damit das nicht oder nur wenig angewelkte, meist verschmutzte Futter nicht den Buttersäurebakterien zum Opfer fällt, empfiehlt sich ein 7-8 cm hoher Schnitt, der Zusatz eines Siliersalzes und die baldige Verfütterung. Eine Ansäuerung durch die Milchsäurebakterien findet bei Temperaturen unter 10 Grad nicht mehr statt. Achtung - die feuchten Ballen verformen sich leicht und gefährden bei mehrschichtiger Lagerung Kinder und Erwachsene!


Biodiversität/Landschaftsqualität

Weite Saat Baur web

Mit weiten Saatreihen dem Feldhasen helfen

Die Fördermassnahme «Getreide mit weiter Saat» hilft dem Feldhasen im Aargau auf die Sprünge. Getreideproduzent Urs Baur erklärt im Video wie's geht. Die Massnahme ist über einen Zeitraum von acht Jahren im Rahmen eines Labiola-Gesamtbetriebsvertrags im festgelegten Feldhasenperimeter möglich. Interessiert? Kontaktieren Sie Ihre Ansprechperson beim Büro Agrofutura (056 500 10 50).