Ackerbau

Versuchsbericht 2021

Versuchsbericht 2021 Forum Ackerbau

Der neue Versuchsbericht des Forum Ackerbau ist erschienen. Spannende Resultate aus verschiedensten Versuchen mit Getreide, Mais und Raps sind nun publiziert und können auf unserer Webseite aufgerufen werden.

Gersten Saat Herbst

11.11.21 Informationsveranstaltung Forum Ackerbau an der Liebegg

Das Forum Ackerbau ist ein Zusammenschluss von Ackerbaufachleuten der landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren und arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen. An der Informationsveranstaltung an der Liebegg informieren wir Sie zu aktuellen Themen wie:

- Produktionstechnik von Mais und Raps
- Weizen, Gerste und Dinkel Sorten
- Herbizidverzicht im Kartoffel- und Maisanbau

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Silomaisernte beginnt

So unterschiedlich die Maisfelder dieses Jahr aussehen, so verschieden ist ihre Abreife. Jetzt gilt es, das schöne Wetter für die Ernte der reifen Maisfelder zu nutzen. Wenn die Blätter unten braun werden, die Körner nur noch am Spindelansatz weich sind und der Stängelgrund beim ausdrehen nicht mehr tropft, hat Silomais die erwünschte Silierreife von 30-35 % Trockensubstanz. Der Einsatz von Siliermitteln ist ratsam, wenn nach hagelbedingtem Pilzbefall mit Schimmelbildung und bei zu geringer Entnahmemenge oder zu trockenem Mais mit Nacherwärmung zu rechnen ist. Dafür eignen sich die Propionsäure, Siliersalze, heterofermentative Milchsäurebakterien oder Futterharnstoff.

Gersten Saat Herbst

Boden schonen bei der Getreidesaat

Das Jahr 2021 zeichnete sich durch herausfordernde Wetterbedingungen aus. Vielerorts entstanden bei der Ernte Fahrspuren. Diese Schäden gilt es noch möglichst zu beheben. Bei den kommenden Herbstansaaten ist nun besonderes Augenmerk auf die Schonung der wertvollen Ressource Boden zu legen.

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Einjähriges Berufkraut: Neue Merkblätter

Das Einjährige Berufkraut hat gerade wieder Hochkonjunktur. Es spriesst vielerorts aus dem Boden und ist teilweise schon kurz vor dem Blühen. Höchste Zeit, dass es fachgerecht entfernt wird.

Die neuen Merkblätter helfen mit, das invasive Problemunkraut zu erkennen und nachhaltig zu bekämpfen. 

20170719 Weizen Fungizid Ernte (15)

Muss Weizen immer Top sein?

Weizensorten werden in verschiedene Klassen eingeteilt. Welche Klasse wird auf dem Markt nachgefragt? Welche Sorte eignet sich besonders für welchen Anbau. Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Markt, die Sorten und die Preise 2021.

Bild Braugerste

Aargauer Braugerste – eine interessante Alternative

Der Anbau von Braugerste ist aufgrund des hohen Preises von 90.-/dt finanziell attraktiv. Bei dieser extensiven Kultur ist eine Nmin-Analyse im März unabdingbar, ansonsten besteht die Gefahr, dass die geforderte Qualität nicht erreicht wird. Zusätzlich gilt es zu beachten, dass im Pflanzenschutz nur Beizungen und Herbizide erlaubt sind.

Bewässerungs App Bild

Bewässerungs-APP gratis nutzen

Eine gezielte Bewässerungsstrategie ist eine Herausforderung, insbesondere auf Betrieben mit verschiedenen Kulturen, Böden und Bewässerungstechniken. Sie ist zentral für gute Erträge mit guter Qualität und trägt dazu bei, möglichst (arbeits-)wirtschaftlich zu produzieren.

Eine kostenlose Online Berechnung soll nun dabei helfen, die Bewässerung zu optimieren.


Futterbau

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Futterbautreff

Die Wiesen liefern das günstigste Futter für unsere Wiederkäuer. Das Ertragspotenzial soll genutzt und die Herde auf die Futtergrundlage abgestimmt sein. Nur Topbestände geben viel gutes Futter und sind resilent gegenüber Wetterextremen. Erfahren Sie mehr zu diesen Themen am  Futterbautreff in Ihrer Nähe.

17. November, Landi Aarau-West, Kölliken

24. November, Landi Freiamt, Bünzen

25. November, Weinbaumuseum, Tegerfelden

Schafe auf der Herbstweide

Wiesen mit Schafen einwintern

Die milderen Temperaturen führen zu immer mehr Herbstgras. Die günstigste und praktischste Art, dieses zu nutzen, ist das Eingrasen oder beweiden. Hierzu eignen sich die Schafe vorzüglich. Sie schonen auch bei feuchten Verhältnissen die Wiesen und ertragen das strukturarme Futter. Damit das Gras fausthoch einwintern kann, darf die Herbstweide weder zu scharf und noch zu lange erfolgen.

Lesen Sie hier mehr dazu.

Herbstgras mähen

Herbstgras ist auch etwas wert

Statt überschüssiges Herbstfutter draussen stehen oder liegen zu lassen, soll dieses beweidet, eingegrast oder siliert werden. Damit das Futter gut gefressen wird und keine Probleme mit Grasnarbenschäden, Fehlgärungen und Blähungen entstehen, muss das Gras mit Bedacht genutzt oder konserviert werden und den Tieren im Stall struktur- und energiereicheres Futter zur Verfügung stehen.

Übersaat mit Rigitrac

Hochsaison für Übersaaten

Der Spätsommer und Frühherbst bieten beste Gelegenheit zur Sanierung unbefriedigender Wiesen. Wo Mäuse-, Spur- und Trittschäden den Lückenfüllern den Weg bereiten, die Pflanzenbestände zu einseitig sind oder die passenden Gräser fehlen, kann die Übersaat Gold wert sein. Nachfolgend ein paar Tipps zu Technik und Mischungswahl.

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In Neuligen Blackensämlinge bekämpfen

Die frühzeitige Bekämpfung der Blackensämlinge erspart viel Zeit und Ärger. Ein Kontrollgang ist angesagt, wenn der Klee drei dreiteilige Blätter aufweist. Auf ÖLN-Betrieben lohnt sich spätestens ab 0.5 Blacken pro Quadratmeter eine Flächenbehandlung im ersten Aufwuchs. Im nachfolgenden Dokument finden Sie das passende Mittel und erfahren, wie sich der Blackendruck reduzieren lässt

Herbstbehandlung Blacken

Den Blacken an den Kragen

Derzeit lassen sich die Blacken gut stechen und wirksam behandeln. Flächenbehandlungen im Herbst wirken am besten und schonen den Bestand. Zudem werden jetzt Blackensämlinge, welche während der nassen Sommerwitterung gekeimt haben, erfasst. Hier erfahren Sie mehr über die Bekämpfung der Ursachen und die Anwendung von Herbiziden.


Biodiversität/Landschaftsqualität

Fotoserie «Lebensräume im Kulturland»

Diese Beispiele bringen Sie auf Ideen! Randflächen zwischen den Kulturen lassen sich in kurzer Zeit in hochwertige Lebensräume für Nützlinge und andere schutzbedürftige Kleintiere verwandeln. Holen Sie sich hier Inspiration für die Naturförderung auf Ihrem Betrieb – denn gepflegte Biodiversitätsförderflächen sind eine ausgezeichnete Visitenkarte für unsere produktive und zugleich naturnahe Aargauer Landwirtschaft. Haben Sie eigene gute Beispiele? Senden Sie Ihre Fotos an niklaus.trottmann@ag.ch.

Aktuell: Strukturen für Nützlinge im Herbst und Winter

Mit dem Laubfall verlieren winteraktive Kleintiere wie das Hermelin vielerorts ihre Deckung und somit den Schutz vor Fressfeinden. Die nützlichen Mäusejäger meiden Gebiete, in denen es an Verstecken mangelt. Jetzt schlägt die Stunde der Hochstauden und Kleinstrukturen, die den Nützlingen Unterschlupf, geschützte Wanderkorridore und ungestörte Winterquartiere bieten.

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Der schmale Wiesenbach ist von Hochstauden gesäumt. Diese bilden einen geschützen Wanderkorridor für Wiesel, Igel, Kröten und Salamander. Gemäht wird jährlich abwechselnd die linke oder rechte Uferseite. So bleibt der Bach gehölzfrei und bietet dennoch ganzjährig Deckung.

bff wiese mit hochstaude

Die schattige Teilfläche dieser extensiv genutzten Wiese wird nur einmal im Jahr gemäht, sodass sich Hochstauden entwickeln. Dank dieser Strukturen ist die Wiese ein wertvoller Lebensraum, auch wenn der Blumenreichtum fehlt. Der Spinnennachwuchs überwintert in Kokons und schlüpft vor dem ersten Schnitt.

bff asthaufen mit krautsaum

Der hier noch stehende Rückzugsstreifen vom Sommeraufwuchs wird beim letzten Schnitt gemäht. Um den Asthaufen herum bleibt ein Krautsaum von 1-2 Meter Breite stehen, damit Kleintiere beim Verlassen des Asthaufens Deckung haben.

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Dieser einjährige Blühstreifen wurde im Herbst nicht umgebrochen. Die Bewirtschafterin, die uns das Bild zugesandt hat, schreibt: "Auf dem Weg zum Hof gehen wir täglich daran vorbei und staunen immer wieder, was da noch bis in den November hinein blüht und wie es immer noch Insekten hat, sobald die Temperaturen etwas wärmer sind."

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Der Wildrosenstrauch dient Vögeln im Winter als Sitzwarte und Nahrungsquelle. Auf steilen Flächen und bei engen Platzverhältnissen sind Einzelsträucher und Gebüschgruppen eine gute Alternative zu Hecken: Sie sind leicht zu pflegen und beanspruchen kaum Fläche.

bff totholz mit efeu

Der Totholzbaum mit Efeu ist das perfekte Winterquartier für mehrere Dutzend Käferarten. Diese liefern den Spechten proteinreiches Winterfutter. Borkenkäfer vermehren sich hier nicht – sie meiden Bäume mit vetrockneter Borke.

Auf der Suche nach weiteren Ideen? Die Fotoserie «Lebensräume im Kulturland» begleitet Sie in mehreren Feldbau-Newslettern durchs ganze Jahr 2021. Für gesamtbetriebliche Planungen empfehlen wir das Liebegger Beratungsmodul «Biodiversität mit Qualität».
 

 

Pflegeeinsätze auf Biodiversitätsförderflächen organisieren

Um freiwillige Helferinnen und Helfer zu finden, eignet sich die kostenlose App «Five up». Damit lässt sich in wenigen Schritten ein Arbeitseinsatz ausschreiben. Die Anmeldung der Freiwilligen erfolgt ebenfalls über die App. Die Unfallversicherung ist Sache der Teilnehmer.

 

Landwirtschaftsbetriebe im Kanton Aargau haben auch die Möglichkeit, Arbeitseinsätze für Asylsuchende anzubieten. Die Ausschreibung erfolgt online über das kantonale Portal Beschäftigung. Das einmalige Ausfüllen des Gesuchs dauert ca. eine Stunde. Ist das Gesuch einmal bewilligt, können unbeschränkt Einsätze durchgeführt werden. Die Teilnehmenden sind über den kantonalen Sozialdienst gegen Unfälle versichert.

Pflegeeinsatz BFF App

Diese Fragen helfen beim Vorbereiten des Einsatzes:

  • Welche Pflegearbeiten sollen ausgeführt werden?
  • Wie viele Personen benötige ich?
  • Welches Material stelle ich zur Verfügung, welche Ausrüstung müssen die Helfer mitbringen?
  • Auf welche Regeln lege ich Wert? Welche Instruktionen gebe ich?
  • Welche Verpflegungs- und Hygienemöglichkeiten biete ich an?

Das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg ist interessiert an Ihren Erfahrungen mit Freiwilligen-Einsätzen auf Biodiversitätsförderflächen.
Kontakt: Niklaus Trottmann, 062 855 86 54, niklaus.trottmann@ag.ch

 

Problempflanzen auf Biodiversitätsförderflächen bekämpfen

Damit Problemunkräuter in Biodiversitätsförderflächen nicht versamen können, müssen sie rechtzeitig bekämpft werden. An erster Stelle steht die mechanische Bekämpfung. Ist diese mit angemessenem Aufwand nicht möglich, dürfen bewilligte Herbizide zur Einzelstock- oder Nesterbehandlung eingesetzt werden. In der Übersichtstabelle des BLW sind die bewilligten Wirkstoffe für jede Biodiversitätsförderfläche ersichtlich.

Bekämpfung Einjähriges Berufkraut

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF: keine

Bekämpfung Acker-Kratzdistel

Mechanische Bekämpfung: Um das Versamen und eine Ausdehnung der Nester zu unterbinden, die Blütenköpfe vor der Vollblüte und idealerweise vor Regen tief abschneiden und entsorgen. Das Niederschlagswasser fördert die Verpilzung und schwächt die Pflanze. Die Massnahme im Herbst wiederholen.

Chemische Bekämpfung: Einzelstock- oder Nesterbehandlung bei wüchsigem Wetter, wenn die Pflanzen mindestens 30 bis 40 cm hoch sind bis spätestens zu Beginn der Blütenknospenbildung; Nachbehandlung im Herbst notwendig.

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF*: Clopyralid (Mittel Lontrel oder Clio, Alopex) mit Ölzusatz, Wirkstoffkombination Triclopyr und Clopyralid (Mittel Picobello), Wirkstoffkombination Fluroxypyr und Aminopyralid (Mittel Simplex), Wirkstoffkombination Triclopyr und Fluroxypyr (Mittel Carlon 2000)

* Extensiv genutzte Wiesen und Weiden, Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche, Krautsäume entlang von Hecken

Bekämpfung Blacke

Mechanische Bekämpfung: Bei Blacken mit bereits entwickelten Blütenanlagen ist das Ausstechen die einzige Bekämpfungsmöglichkeit. Bei Zeitmangel als Notlösung die Samenständer abschneiden.

Chemische Bekämpfung: Einzelstockbehandlungen sind bis zur Bildung der Blütenanlage wirksam.

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF*: Metsulfuronmethyl (Mittel Ally Tabs), Wirkstoffkombination Triclopyr und Clopyralid (Mittel Picobello), Glyphosate, Wirkstoffkombination Fluroxypyr und Aminopyralid (Mittel Simplex), Wirkstoffkombination Triclopyr und Fluroxypyr (Mittel Carlon 2000)

* Extensiv genutzte Wiesen und Weiden, Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche, Krautsäume entlang von Hecken

Bekämpfung Winde

Mechanische Bekämpfung: Die Mechanische Bekämpfung ist wenig erfolgsversprechend.

Chemische Bekämpfung: Herbizidbehandlung im Frühjahr vornehmen, sobald genügend Blattmasse vorhanden ist.

Bewilligter Wirkstoff auf BFF*: Glyphosate

* Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche

Bekämpfung Quecke

Mechanische Bekämpfung: Die Mechanische Bekämpfung ist wenig erfolgsversprechend.

Chemische Bekämpfung: Herbizidbehandlung auf die 15 - 25 cm hohen Triebe vornehmen.

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF*: Cycloxydim (Mittel Focus Ultra), Fluazifop-butyl (Gräsermittel Fusilade Max), Haloxyfop (Mittel Gallant 535), Mittel Quizalofop (Targa Super), Glyphosate

* Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche