Bild Flyer Pferdeflurgang 2019

Rückblick Futterbauflurgang Pferd

Bei schönstem Wetter fand am Dienstag 7.Mai der Futterbauflurgang Pferd statt. Rund 90 interessierte Personen fanden den Weg auf die Fohlenweide in Bremgarten. Das Abendprogramm bestand aus drei Posten à je 30 Minuten. Beim Posten 1 führten die Schwestern Susanne und Martina Rothenfluh durch die eindrücklichen Stallungen und Anlagen der Fohlenweide. Dabei wurden viele Einblicke in den Betrieb gewährt und das Herzblut für die Pferde und die Fohlenweide war deutlich zu spüren. Beim Posten 2 ging es um das Weidemanagement. Vertieft angeschaut wurden die Folgen der Trockenheit 2018 und das Thema Futterqualität. Tobias Beeler vom LZ Liebegg gab unter anderem Tipps, wie man das Hirtentäschel nach dem trockenen Sommer 2018 wieder zurückdrängen kann und zeigte die Vorteile der gemischten Weide mit Fohlen und Rindern auf. Am dritten und letzten Posten ging es um das Thema Sicherheit. Simone Herzog von der BUL machte auf unterschiedliche Gefahrenquellen rund um das Pferd und den Pferdebetrieb aufmerksam und gab den Teilnehmenden einige Tipps mit auf den Weg, wie das Unfallrisiko gesenkt werden kann.

Nach dem Postenrundgang wurde der Abend in der einladenden "Festwirtschaft" des Teams Rothenfluh mit Grilladen und feinen Desserts abgerundet.

 

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Rückblick Kurs "Schaffe met Ross"

Bereits zum siebten Mal organisierte das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg gemeinsam mit der IG Arbeitspferd den Kurs "Schaffe met Ross". Die zahlreichen Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz erlernten während vier Tagen den praktischen Umgang und das Arbeiten mit dem Pferd im Wald, auf der Strasse und auf dem Feld.

 

Während vier Tagen erlernten die Kursteilnehmer die wichtigsten Grundlagen rund um das "Schaffe met Ross" und konnten dazu Praxiserfahrungen sammeln. Am ersten Tag stand die Grundlagenvermittlung und Arbeitssicherheit im Vordergrund. So konnten die Kursteilnehmer beispielsweise am Fahrlehrapparat selbst die Zügel in die Hand nehmen und lernten, das Tier für die diversen Arbeiten vorzubereiten. Zum Abschluss des ersten Tags gab es bei schönstem Wetter eine Ausfahrt mit Ross und Wagen. Der zweite Tag forderte Konzentration und Geschicklichkeit, denn es stand das Holzrücken im Wald auf dem Programm. Baumstämme über dünn und dick, kurz und lang mussten gemeinsam mit dem Pferd an einen gut zugänglichen Ort gerückt werden. Dabei musste auf die eigene Sicherheit, wie auf jene des Pferdes und dessen Bedürfnisse geachtet werden. Bei Sonnenschein gab es zur Stärkung am Mittag Steak vom Grill und interessante Gespräche. Auch am dritten Kurstag spielte Holz eine Rolle – Brennholztransport stand auf dem Programm. Wenn der Klimawandel in aller Munde ist, konnten diese Transporte ohne Treibstoffverbrauch mit reinem Gewissen durchgeführt werden. Ganz ohne "Kraftstoff" geht es aber auch beim Pferd nicht, dies lernten die Teilnehmenden am Donnerstagabend beim Referat von Hansruedi Häfliger zum Thema "Fütterung vom Arbeitspferd". Zum Abschluss des Kurses standen dann noch die Arbeiten im Feld an. Zwar war das Wetter mit etwas Regen nicht mehr gerade mähtauglich, dennoch konnten die Kursteilnehmer auf dem Betrieb von Ernst Rytz in Olsberg Erntearbeiten mit den Pferden und laufruhigen, leichtzügigen Mähmaschinen ausführen. Die rund 20 Teilnehmenden, darunter ein Drittel unter 30 jährig, zeigten, dass das "Schaffe met Ross" in Zukunft durchaus wieder an Bedeutung gewinnen kann.