Ackerbau

Bodenverdichtung

Bodenverdichtung vermeiden

Grösser und schwerer - Traktoren und Erntemaschinen erreichen zunehmend Einsatzgewichte, die nicht spurlos am Boden vorbeigehen. Das Risiko für Bodenverdichtungen steigt, wenn die Bedingungen beim Befahren und Bearbeiten ungünstig sind. Feuchte und tonige Böden sind besonders anfällig für schwerwiegende und nur aufwändig sanierbare Verdichtungen. Vorbeugen ist besser als heilen!

Rapssaat 2021

Rapssaat ist gestartet

Diese Woche dürfte bereits einiges an Raps bei besten Bedingungen gesät worden sein. Der Zeitpunkt ist je nach Lage noch etwas früh. Vorteil einer frühen Saat ist jedoch, dass der Raps dem Erdfloh davonwachsen und somit weniger Blattschaden angerichtet werden kann.

Gründüngung Mischung

Zwischenfrüchte & Gründüngungen

Der Produktionssystembeitrag "Angemessene Bodenbedeckung" rückt den Zwischenfruchtanbau in den Fokus. Zwischenfrüchte füttern das Bodenleben, fördern die Bodenfruchtbarkeit und verbessern die Bodenstruktur. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil jeder Fruchtfolge und erfüllen als Bindeglied zwischen zwei Hauptkulturen vielfältige Aufgaben. Grund genug, sich näher mit der Wahl der passenden Gründüngungsmischung, der geeigneten Aussaattechnik und den Möglichkeiten zur Beendung des Wachstums zu beschäftigen.

Gerste Weite Reihe

Gerste in weiten Reihen

Inmitten der aktuellen Erntesaison sollte man sich auch schon mit der bevorstehenden Saat und den 3.5% BFF auf Ackerfläche, die ab 2024 umgesetzt werden müssen, beschäftigen. Gerste eignet sich dabei als mögliche Getreideart zur Saat in weiten Reihen.

Wintergerste Versuchsbesichtigung

Versuchsresultate Wintergerste und Winterweizen

Wie haben die einzelnen Wintergerste- und Winterweizensorten im schweizweiten Versuchsnetz im vergangenen Jahr abgeschnitten? Mehr dazu erfahren Sie in den beiden Versuchsberichten.

Getreide in weiter Reihe

Getreide in weiter Reihe

Am 25.01.2023 fand eine halbstündige Online-Informationsveranstaltung im neuen Liebegger-Kursformat "30 Minuten" zum BFF-Element "Getreide in weiter Reihe" statt. Themen waren die Anforderungen, Anrechenbarkeit und Deklaration, sowie ein Praxisversuch inkl. Ertragsvergleich und Anbautipps.

Raps2 15 02 23 FW

Die Rapsdüngung planen

Die Temperaturen steigen wieder und die blühenden Krokusse im Garten zeigen, dass der Frühling allmählich näherkommt. Der Raps wird als erste Ackerkultur aus der Winterruhe erwachen. Zeit also, sich über die bevorstehende Saison und damit auch über die Rapsdüngung Gedanken zu machen.

Mais Dietwil 4

Herbizidverzicht im Mais

Die Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes ist eine politische Priorität. Mais als Hackfrucht ist prädestiniert für eine herbizidlose Unkrautregulierung. Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Herbizidverzichts-Versuch im Mais entnehmen Sie dem folgenden Bericht.

Raps Suhr

Versuchsbericht Forum Ackerbau

Der Jahresbericht 2022 des Forum Ackerbaus ist jetzt online. Sie finden im Bericht mehrjährige Versuchsresultate, auch von unveröffentlichten Versuchen, die im Detail besprochen werden. Themen sind herbizidloser Rapsanbau, Weizen in weiten Reihen, Anbautechnik Mais und viele mehr.

Raps Versuch Suhr

Herbizidloser Rapsanbau 2021-2023

Ab 2023 sind die Beiträge für den herbizidlosen Rapsanbau bei CHF 600.-/ha. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Raps herbizidlos zu führen, gewisse hängen von der Saattechnik ab. So kann man bei Einzelkornsaat Hacken oder bei Drillsaat Untersaaten gemischt einsäen. In Suhr hat die Liebegg zusammen mit dem Forum Ackerbau einen mehrjährigen Anbautechnikversuch angelegt, so dass Erträge verschiedener Verfahren miteinander verglichen werden können. Gerne stellen wir Ihnen in diesem Beitrag die Resultate der Liebegg vor.

Kichererbsen Bowl pixabay

Ernährung für eine gute Zukunft: Vom Feld auf den Teller

Proteine und Energie für die menschliche Ernährung sollen vermehrt direkt vom Feld auf den Teller kommen. Standortgerecht produzierte tierische Proteine, wie zum Beispiel Fleisch oder Milch, haben im Grasland Schweiz weiterhin ihren Platz in der Ernährung.

Lesen Sie mehr zu Ernährungstrends und die Landwirtschaft

Bild Braugerste

Verarbeitung von Braugerste

Was passiert, wenn die Braugerste gedroschen wurde? Welche Arbeitsschritte sind nötig, bis aus der Braugerste Bier entsteht? Diese und weitere Fragen werden im folgenden Artikel beantwortet. Wir wünschen gute Lektüre und Prost!

Herbstzeitlose

Herbstzeitlosen zurückdrängen

Herbstzeitlose ist eine ausdauernde Giftpflanze, die meist auf ungedüngten Wiesen vorkommt. Die fleischigen Blätter sind momentan gut sichtbar. In den nächsten Tagen kann die Herbstzeitlose erfolgreich bekämpft werden. Eine chemische Bekämpfung ist nur als Einzelstockbehandlung mit dem Herbizid Ally Tabs (Wirkstoff Metsulfuron-Methyl) bewilligt. Für die bessere Wirksamkeit ist zwingend ein Netzmittel beizumischen (z. B. Genol). Als Alternative zur chemischen Bekämpfung bringt auch das wiederholte, konsequente Ausreissen über mehrere Jahre – jeweils in der zweiten Aprilhälfte – ein guter Bekämpfungserfolg.

FotoSteckbriefe

Neue Steckbriefe online

Suchen Sie aktuelles Fachwissen über ackerbauliche Kulturen, kompakt zusammengefasst? Die neuen, aktualisierten Steckbriefe auf der Liebegger Webseite sind die perfekten Begleiter im Ackerbau Alltag. Neu gibt es zusätzliche Steckbriefe für Nischenkulturen wie Kichererbsen oder Sorghum.

 

Bewässerungs App Bild

Bewässerungs-APP gratis nutzen

Eine gezielte Bewässerungsstrategie ist eine Herausforderung, insbesondere auf Betrieben mit verschiedenen Kulturen, Böden und Bewässerungstechniken. Sie ist zentral für gute Erträge mit guter Qualität und trägt dazu bei, möglichst (arbeits-)wirtschaftlich zu produzieren.

Eine kostenlose Online Berechnung soll nun dabei helfen, die Bewässerung zu optimieren.


Futterbau

Erhaltung der genetischen Vielfalt von Futterpflanzen

Mit «in-situ»-Beiträgen wird die Erhaltung der genetischen Vielfalt unserer einheimischen Futterpflanzen gefördert. Die Erhaltung erfolgt direkt vor Ort (lateinisch "in-situ") auf unseren Wiesen und Weiden. Zu diesem Zweck sucht der Bund geeignete intensive bis wenig intensive Naturwiesen (keine BFF) mit bewährter Bewirtschaftungspraxis und entschädigt diese mit einem Beitrag von CHF 450/ha.

Im 2024 werden im Kanton Aargau nur noch in-situ-Erhaltungsflächen im Hochrheingebiet gesucht. Dieses umfasst den ganzen Bezirk Zurzach sowie die nördlichen Gemeinden der Bezirke Rheinfelden, Laufenburg, Brugg und Baden (Karte).

Direktzahlungsprogramm in-situ

Gestützt auf das Landwirtschaftsgesetz und die Verordnung über die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung von pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft hat der Bundesrat 2021 das Direktzahlungsprogramm in-situ eingeführt. Das Programm hat zum Ziel, verteilt über die ganze Schweiz einen repräsentativen Teil der genetischen Vielfalt der Futterpflanzen zu erhalten. Die Erhaltung soll unter Praxisbedingungen vor Ort (in situ) erfolgen. Mit der bewährten und praxisüblichen Weiterbewirtschaftung passen sich Futterpflanzen stetig an die verändernden Umweltbedingungen an.

Anforderungen an die in-situ-Erhaltungsfläche

Region

Im 2024 werden im Kanton Aargau nur noch in-situ-Erhaltungsflächen im Hochrheingebiet gesucht. Dieses umfasst den ganzen Bezirk Zurzach sowie die nördlichen Gemeinden der Bezirke Rheinfelden, Laufenburg, Brugg und Baden (Karte).

Flächentyp

  • Dauerwiesen (Code 613) und Dauerweiden (Code 616) gemäss Strukturdatenerhebung
  • Keine Biodiversitätsförderflächen (BFF)
  • Kein ausgeschiedenes Bauland

Pflanzenverband und -bestand

  • Entspricht einem der gesuchten Pflanzenverbände [mit «Diese Pflanzenverbände sind gefragt verlinken] mit mindestens einer prioritären Art [mit «Prioritäre Futterpflanzen» verlinken]
  • Pflanzenbestand ist geschlossen, ausgewogen, homogen und gepflegt (kein übermässiger Unkrautbesatz)
  • Möglichst keine akute Veränderung in den letzten 20 Jahren:
  • keine Neuansaat oder Übersaat mit Handelssaatgut (mind. 8 Jahre)
  • keine Umnutzung von Weide zu Wiese und umgekehrt
  • keine massive Änderung der Intensität, insbesondere bei Düngung und Schnitthäufigkeit

Grösse

Einzelne Fläche umfasst  mind. 20 Aren (Region Hochrhein); max. 2 Hektaren pro Betrieb

Diese Pflanzenverbände sind gefragt

Intensive Bewirtschaftung

Mittel-intensive Bewirtschaftung

Wenig-intensive Bewirtschaftung

Prioritäre Futterpflanzen

Gräser

Kleearten

Teilnahmebedingungen
  • Sie sind bereit, die aktuelle Bewirtschaftung (siehe «Anforderungen an die in-situ-Erhaltungsfläche») der in-situ-Erhaltungsflächen unverändert weiterzuführen.

  • Sie vermeiden mit einer standortangepassten Bewirtschaftung das Aufkommen von Problempflanzen, Unkräutern und unerwünschten lückigen Stellen.

  • Sie sind einverstanden, dass die Fläche in die nationale Genbank aufgenommen wird.

  • Sie gewähren für Forschung und Bildung Zugang zur Fläche (nach Rücksprache mit Ihnen).

Anmeldung potenzieller in-situ-Erhaltungsflächen
  • Pro Betrieb können max. 2 Hektaren in-situ-Erhaltungsflächen angemeldet werden.
  • Falls Sie nur eine Teilfläche der Wiese bzw. Weide anmelden möchten, unterteilen Sie diese in agriGIS. Sie können die Teilfläche auch auf einem Plan einzeichnen und per Mail an herbert.schmid2@ag.ch senden. Bitte geben Sie Flurname und GIS-Nr. an.
  • Mit der Anmeldung erteilen Sie uns den Auftrag, auf der in-situ-Fläche eine kostenpflichtige Vegetationsaufnahme zu erheben. Wir stellen Ihnen einen Stundenansatz von 70 Franken in Rechnung.

Die Anmeldung kann bis zum 15. März 2024 vorgenommen werden.

Gesuchsprüfung bis Beitragsauszahlung
  • Aufgrund der ausgefüllten Fragebogen treffen wir eine Vorauswahl potenzieller in-situ-Erhaltungsflächen.
  • Wir nehmen die erforderlichen Vegetationsaufnahmen im Frühjahr 2024 vor der ersten Nutzung vor.
  • Die Flächen werden dem BLW bis Ende August 2024 zur Genehmigung eingereicht.
  • Das BLW entscheidet bis Ende 2024, ob die Wiese bzw. Weide als in-situ-Erhaltungsfläche in die nationale Genbank aufgenommen wird.
  • Die bewilligten in-situ-Erhaltungsflächen werden von uns im Agriportal erfasst.
  • Der in-situ-Beitrag von 450 Franken pro Hektar wird ab 2025 ausbezahlt.
  • Sie haben die Möglichkeit, die Flächen ohne weitere Beurteilung in den Folgejahren wieder anzumelden und erhalten weiterhin 450 Franken pro Hektar in-situ-Beiträge. Es gibt keine Verpflichtungsdauer für den Betrieb.
  • Anlässlich einer Kontrolle innerhalb von acht Jahren wird überprüft, ob der Pflanzenbestand noch mit dem Ausgangsbestand übereinstimmt.

Kontakt:

Herbert Schmid, 062 855 86 53, herbert.schmid2@ag.ch

Erich Huwiler 062 835 28 42, erich.huwiler@ag.ch

TMR Fütterung Milchvieh

Mit einwandfreier Silage zu tierisch guter Leistung

Die Qualität von Silage schwankt stärker als man denkt und hat direkten Einfluss auf den Verzehr, die Leistung und die Tiergesundheit. Der diesjährige Futterbautreff, organisiert durch die Liebegg zusammen mit regionalen Landis, ist eine Offensive zur Verbesserung der Silagequalität.

Über folgenden Link erfahren Sie mehr über den Inhalt der Abendveranstaltung, welche an folgenden drei Orten stattfindet:

Weitere Themen Futterbau:

Intro Winter ade abschleppen

Starterkit für die Wiesen

Winter ade: Die Wiesen wollen gedüngt und gepflegt in den Frühling. Sobald die Böden genügend trocken sind, kann es losgehen mit Güllen, Abschleppen, Striegeln, Walzen, Frühlingsweide und den verschiedenen Arten von Wiesensanierungen.

Intro Weidenbeginn

Süferli auf die Weide

Genug vom Winterfutter. Die Tiere sind scharf auf junges, frisches Gras. Sie verdanken dies mit ihrer Leistung und gut sichtbarem Brunstverhalten. Die Frühlingsweide gibt dichte Bestände, staffelt den Futteranfall und vermindert den Mäusedruck.

Übersaat Vredo

Hochsaison für Übersaaten

Von Ende August bis Mitte September gelingen Übersaaten am besten. Damit lassen sich Trittschäden vom nassen Frühling oder sonst unbefriedigende Bestände sanieren. Ein vorgängiger Striegelstrich verbessert die Samenablage und das Auflaufen der Jungpflanzen.

Maiskolben Reifetest

Silomaisernte beginnt

Wenn die unteren Blätter braun werden, die Körner nur noch am Spindelansatz weich sind und der Stängelgrund beim Ausdrehen nicht mehr tropft, hat Silomais die erwünschte Silierreife erreicht. Jetzt gilt es, das schöne Wetter für die Ernte der vielerorts reifen Maisfelder zu nutzen. Der Einsatz von Siliermitteln der Liste B ist nur da ratsam, wo sonst mit Nacherwärmung und Schimmelbildung zu rechnen ist: Bei zu geringer Entnahmemenge, zu reifem Mais, während der Sommerfütterung oder bei starkem Befall durch Beulenbrand.

Blacken in Kuhweide

Den Blacken an den Kragen

Im September lassen sich die Blacken wirksam bekämpfen. Zum Stechen ist es wieder feucht genug und zum Spritzen nun der beste Zeitpunkt. Die Futternutzung ist jedoch so zu planen, dass die Wartefrist von Herbiziden bis zur nächsten Nutzung eingehalten werden kann.

Ackerrand ZR Gontenschwil klein

Mit Borstenhirse lässt sich nicht spassen

Was harmlos die Ackerränder ziert, kann sich explosionsartig ausbreiten und für Rinder tödlich sein. Die graugrüne Borstenhirse ist auf dem Vormarsch und muss dringend bekämpft werden, bevor Naturwiesen damit verseucht sind. Mehr Information zu Problematik, Ursachen und Massnahmen finden sie hier:

KW-Neuansaat

Junge Kunstwiesen wollen gepflegt sein

Die vielen Sommerniederschläge sorgen dieses Jahr für ein zügiges Auflaufen der geäugstelten Kunstwiesen. Zum erfolgreichen Start braucht es aber auch eine gute Stickstoffversorgung, einen Säuberungsschnitt und die Bekämpfung der Blacken. Wo gleich nach der Ernte angesät wurde, ist die Konkurrenz durch Ausfallgetreide und Unkraut besonders gross. Hier muss früh gesäubert werden.

Weideresten mähen Muhen

Aufräumen mit Weidenresten und Trittschäden

Wetterbedingte Weideunterbrüche führten in den vergangenen zwei Monaten häufig zu übermässigen Weideresten und Trittschäden. Die Herstellung von Ätzheu ist angesagt. So kann neues Futter nachwachsen und das Versamen von Problempflanzen verhindert werden. Starke Trittschäden müssen gewalzt werden, damit sie rascher vernarben und weniger Unkraut keimt. Pflanzenbestände auf eingeebnetem Boden ertragen auch Trockenheit und Nässe besser. Und wird mal gemäht, gibt es weniger Futterverschmutzung und Grasnarbenschäden.

Anwelken

"Gutes Anwelken" ist bestes Siliermittel für Grassilage

Endlich gutes Wetter zum Silieren und Heuen. Das Auffahrtswochenende verspricht viert Tage schönes Wetter, welches es zu nutzen gilt. Gut anwelken lohnt sich. So vergären besonders gelagerte Bestände besser und entwickeln weniger Buttersäure.

Mehr zur Siliertechnik und dem Einsatz von Siliermitteln erfahren Sie hier.

Verunkrautete Wiese

Früher erster Schnitt reguliert Unkräuter

Kunstwiesen mit viel Hirtentäschchen und Ausfallgetreide oder Naturwiesen mit viel Scharfem Hahnenfuss, Hirtentäschchen und Weicher Trespe sollen geschnitten sein, bevor diese Problempflanzen versamen. Am besten wird solches Futter siliert, sobald das Wetter und die Bodenverhältnisse dies zulassen.

Weiden vormähen

Holpriger Start in die Weidesaison

Die launische Witterung der letzten Wochen führte auf vielen Betrieben zu einem holprigen Start in die Weidesaison. Überständiges Futter nach Weideunterbrüchen oder spätem Weidebeginn und Trittschäden auf weichen Böden zwingen zum Handeln: z.B. vormähen, säubern, konservieren und walzen.

Herbstzeitlose

Zweite Aprilhälfte zur Unkrautbekämpfung nutzen

Ob chemisch oder mechanisch, jetzt können Unkräuter wie die Herbstzeitlose, die Blacke oder der Scharfe Hahnenfuss bekämpft werden.

Frühlingsweide Oberhof

Startschuss für die Frühlingsweide

Ob nun das Wetter hält? Seit Anfangs März sind die Wiesen bereit für die erste Beweidung. Die ersten Weideherden waren schon Ende Februar zu sehen. Wer von den Vorteilen der Frühlingsweide profitieren will, muss Wetterrückschläge in Kauf nehmen und jetzt mit Weiden beginnen. Denn nur eine frühzeitige Beweidung gibt dichte Bestände, staffelt den Futteranfall und mindert die Vermehrung der Mäuse.

Intro 1 Mäusenest

Früh weg mit zu hoch eingewintertem Gras

Gras fausthoch einwintern, ist eine Faustregel, die im letzten Herbst schwierig einzuhalten war. Wo der letzte Aufwuchs stehen blieb, können die Mäuse ungestört ihr Unwesen treiben. Glück gehabt? Eine frühzeitige Nutzung, am besten in Form der Vorweide, verhindert Schlimmeres und weckt das Gras. Schon bald kann es losgehen.

 

  • Das Liebegger Merkblatt für erfolgreiche Übersaaten finden Sie hier.
  • Die Siliermittelliste 2022 finden Sie hier.
Intro 2 Sästriegel GP600 Estermann 2

Wiesen pflegen und sanieren

Wo Mäuse oder die Herbstweide zu lückigen und unebenen Wiesen geführt haben, ist jetzt ein geeigneter Zeitpunkt zum Abschleppen und Walzen. Falls nötig, werden die Wiesen übersät, neu angesät oder vorübergehend mit einer Ackerkultur bestellt. Die trockene Witterung bietet dazu gute Gelegenheit.

 

  • Die Entscheidungshilfe Standardmischungen für den Futterbau finden Sie hier.
  • Das Liebegger Merkblatt für erfolgreiche Übersaaten finden Sie hier.
KW-Versuch Bollhof 2022

Dreijährige Kunstwiesen-Mischungen im Stresstest

Die zunehmenden Wetterextreme verlangen nach Mischungen, welche sich auch unter erschwerten Verhältnissen behaupten. Ein Streifenversuch in Oeschgen zeigt, wie gut trockenheitsverträgliche Mischungen in den letzten beiden Jahren wirklich waren.

Weiden säubern 2022

Überständiges Weidefutter konservieren

Wenn sich auf den Weiden die Geilstellen auftürmen und unerwünschte Pflanzen zu versamen drohen, ist es höchste Zeit für einen Säuberungsschnitt. So kann wieder junges, schackhaftes Futter nachwachsen.

Mehr dazu finden sie hier.


Biodiversität/Landschaftsqualität

Biodiversitätsförderflächen auf Ackerland

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Standort und Bodenvorbereitung

Brachen, Nützlingsstreifen und Säume auf Ackerland gedeihen am besten an trockenen, gut besonnten Standorten; leichte flachgründige Böden sind von Vorteil. Bei Überlegungen zur Standortwahl hilft das Online-Tool von Agridea.

Um ein gut abgesetztes und unkrautfreies Saatbett zu erreichen, sollte bereits im Winter gepflügt werden. Die Zeit bis zur Ansaat im April wird für die Unkrautkur genutzt. Dazu wird in Abständen von jeweils 2-3 Wochen mehrmals geeggt, wobei jeder Durchgang flacher erfolgt. Für die letzten Durchgänge eignen sich die Federzinkenegge oder ein Striegel besonders gut.

 

Problempflanzen auf Biodiversitätsförderflächen bekämpfen

Damit Problemunkräuter in Biodiversitätsförderflächen nicht versamen können, müssen sie rechtzeitig bekämpft werden. An erster Stelle steht die mechanische Bekämpfung. Ist diese mit angemessenem Aufwand nicht möglich, dürfen bewilligte Herbizide zur Einzelstock- oder Nesterbehandlung eingesetzt werden. In der Übersichtstabelle des BLW sind die bewilligten Wirkstoffe für jede Biodiversitätsförderfläche ersichtlich.

Bekämpfung Einjähriges Berufkraut

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF: keine

Bekämpfung Acker-Kratzdistel

Mechanische Bekämpfung: Um das Versamen und eine Ausdehnung der Nester zu unterbinden, die Blütenköpfe vor der Vollblüte und idealerweise vor Regen tief abschneiden und entsorgen. Das Niederschlagswasser fördert die Verpilzung und schwächt die Pflanze. Die Massnahme im Herbst wiederholen.

Chemische Bekämpfung: Einzelstock- oder Nesterbehandlung bei wüchsigem Wetter, wenn die Pflanzen mindestens 30 bis 40 cm hoch sind bis spätestens zu Beginn der Blütenknospenbildung; Nachbehandlung im Herbst notwendig.

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF*: Clopyralid (Mittel Lontrel oder Clio, Alopex) mit Ölzusatz, Wirkstoffkombination Triclopyr und Clopyralid (Mittel Picobello), Wirkstoffkombination Fluroxypyr und Aminopyralid (Mittel Simplex), Wirkstoffkombination Triclopyr und Fluroxypyr (Mittel Carlon 2000)

* Extensiv genutzte Wiesen und Weiden, Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche, Krautsäume entlang von Hecken

Bekämpfung Blacke

Mechanische Bekämpfung: Bei Blacken mit bereits entwickelten Blütenanlagen ist das Ausstechen die einzige Bekämpfungsmöglichkeit. Bei Zeitmangel als Notlösung die Samenständer abschneiden.

Chemische Bekämpfung: Einzelstockbehandlungen sind bis zur Bildung der Blütenanlage wirksam.

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF*: Metsulfuronmethyl (Mittel Ally Tabs), Wirkstoffkombination Triclopyr und Clopyralid (Mittel Picobello), Glyphosate, Wirkstoffkombination Fluroxypyr und Aminopyralid (Mittel Simplex), Wirkstoffkombination Triclopyr und Fluroxypyr (Mittel Carlon 2000)

* Extensiv genutzte Wiesen und Weiden, Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche, Krautsäume entlang von Hecken

Bekämpfung Winde

Mechanische Bekämpfung: Die Mechanische Bekämpfung ist wenig erfolgsversprechend.

Chemische Bekämpfung: Herbizidbehandlung im Frühjahr vornehmen, sobald genügend Blattmasse vorhanden ist.

Bewilligter Wirkstoff auf BFF*: Glyphosate

* Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche

Bekämpfung Quecke

Mechanische Bekämpfung: Die Mechanische Bekämpfung ist wenig erfolgsversprechend.

Chemische Bekämpfung: Herbizidbehandlung auf die 15 - 25 cm hohen Triebe vornehmen.

Bewilligte Wirkstoffe auf BFF*: Cycloxydim (Mittel Focus Ultra), Fluazifop-butyl (Gräsermittel Fusilade Max), Haloxyfop (Mittel Gallant 535), Mittel Quizalofop (Targa Super), Glyphosate

* Bunt- und Rotationsbrachen, Säume auf Ackerfläche